Das Willy-Brandt-Archiv im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung (WBA) in Bonn hütet den gesamten Nachlass Willy Brandts. Seine Aufgabe ist die Sammlung, Aufbewahrung, Ordnung, Verzeichnung und Bereitstellung von Archivgut aus Willy Brandts persönlichem, beruflichem und politischem Werdegang. Gemäß dem Errichtungsgesetz besteht eine der wichtigsten Aufgaben der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung darin, an der Nutzung und Auswertung des WBA mitzuwirken. Zur Erfüllung dieses Stiftungzwecks gibt die Stiftung die zehnbändige Edition "Willy-Brandt - Berliner Ausgabe" heraus.
Das WBA umfasst ca. 400 laufende Meter Akten und ist damit eines der größten Nachlässe eines deutschen Nachkriegspolitikers überhaupt. Hinzu kommen zahlreiche Devotionalia, Orden und Ehrenzeichen, Gastgeschenke sowie eine umfangreiche Fotosammlung. Das Schriftgut des Archivs stellt eine wichtige Primärquelle zur Erforschung der Geschichte des deutschen Exils, der Nachkriegszeit, der Bundesrepublik Deutschland, der SPD und der Sozialistischen Internationale dar.

Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung in Berlin und das WBA in der Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn arbeiten eng zusammen. So ist die 1996 eröffnete ständige Willy-Brandt-Ausstellung im Rathaus Schöneberg ein Gemeinschaftswerk. Die Mitglieder des Kuratoriums der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung sind gemäß dem Vertrag über das Archiv vom 1. Juni 1994 personenidentisch mit dem Beirat des Willy-Brandt-Archivs. Dieser Beirat bestimmt die allgemeinen Richtlinien der Arbeit des WBA sowie des Zugangs zu ihm. Wissenschaftler oder Journalisten, die dort recherchieren wollen, müssen zunächst einen Nutzungsantrag stellen (Kontakt s. u.).

Manuskript der Rede Willy Brandts auf dem SPD-Parteitag 1959 (Detail)
Kontakt:
Willy-Brandt-Archiv im Archiv der sozialen Demokratie
der Friedrich-Ebert-Stiftung
Archivreferent
Harry Scholz M.A.
Godesberger Allee 149
D-53175 Bonn
Tel.: ++49 (0) 228 / 883-8052
Email: harry.scholz [at] fes.de