Abkommen von Stresa
Die wachsende deutsche Aufrüstung wird in Frankreich, Großbritannien und Italien mit Sorge beobachtet. Am 14. April 1935 schließen die Regierungen dieser drei Staaten in Stresa ein Abkommen, in dem sie vereinbaren, künftig gemeinsam Verstößen Berlins gegen die Rüstungsbestimmungen des Versailler Vertrages entgegenzutreten. Adolf Hitler hingegen beteuert die friedlichen Absichten Deutschlands.
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Der britische Premierminister Ramsay MacDonald auf der Stresa Konferenz, Italien 1935 |
Das Abkommen von Stresa hat jedoch nicht lange Bestand: Schon am 18. Juni wird ein deutsch-britisches Flottenabkommen geschlossen. London stimmt darin dem Ausbau der deutschen Flotte über die Beschränkungen des Versailler Vertrages hinaus zu, solange ein bestimmtes Kräfteverhältnis zur Royal Navy nicht überschritten wird. Die britische Regierung hofft, Hitlers Rüstungsambitionen durch begrenzte Zugeständnisse Zügel anlegen zu können.