BVP

Bayrische Volkspartei
Gründung
12. November 1918

Auflösung
4. Juli 1933

Nachfolger
CSU
 

Überblick
1919 Beteiligung an der der sozialdemokratischen Landesregierung in Bayern
1920 Rücktritt des Ministerpräsidenten J. Hoffmann (SPD) in Folge des Kapp-Lüttwitz-Putsches, Gustav Ritter von Kahr (parteilos, aber BVP-nahe) wird neuer Ministerpräsident, der Bayern als rechte „Ordnungszelle“ aufrecht halten will
In den 1920ern stärkste Partei Bayerns
1924-1933 Ministerpräsident Heinrich Held, der alle bayrischen Kabinette mit seiner Partei anführt
Anfang der 1920er Wahlbündnis mit Zentrum auf Reichsebene
1925 BVP für Paul von Hindenburg als Kandidaten für die Wahl zum Reichspräsidenten
1925-1932 BVP in allen Reichskoalitionen vertreten
ab 1932 Befürwortung einer Einbeziehung der NSDAP in Reichsregierung
10. April 1933 Absetzung der bayrischen Regierung im Zuge der Machtübergabe an Nationalsozialisten
4. Juli 1933 Selbstauflösung der BVP auf Druck der NSDAP

Struktur
Die BVP war eine Abspaltung der Deutschen Zentrumspartei in Bayern. Ihr Parteiprogramm basierte auf katholischen Werten mit Betonung des Föderalismus und einer konservativen Einstellung gegenüber der Revolution. Mit ca. 55.000 Mitglieder war sie die stärkste Regionalpartei der Weimarer Republik.
Sie ging bei den Wahlen zur Nationalversammlung ein Bündnis mit der großen Schwesterpartei, dem Zentrum, ein. Allerdings verschlechterte sich das Verhältnis zwischen den beiden Parteien, und es kam erst 1927 wieder zu einer Annäherung. Die BVP war bis 1925 in allen Reichskoalitionen vertreten. Auf Grund ihrer Beschränkung auf Bayern musste sich die BVP ab Mitte der 1920er verstärkt mit der NSDAP auseinandersetzen, befürwortete jedoch deren Einbeziehung in die Reichsregierung. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten Absetzung der bayrischen Regierung, Verhaftung von BVP-Mitgliedern und auf Druck der NSDAP Selbstauflösung der BVP am 4. Juli 1933.

Siehe auch
CSU
Kapp-Lüttwitz-Putsch
NSDAP
Ordnungszelle Bayern
von Hindenburg, Paul
von Kahr, Gustav Ritter
Weimarer Republik
Zentrum