Baader, Andreas

Andreas Baader
* 6. Mai 1943
in München
  18. Oktober 1977
in Stuttgart-Stammheim

Beruf
Deutscher Terrorist

 

Überblick
Wächst vaterlos in München auf, Schulabbruch, lange Strafakte
1963 Umzug nach West-Berlin, lernt dort u.a. Gudrun Ensslin kennen, die ihn mit linken Theorien vertraut macht, Bekanntschaft mit radikalen Anhängern der APO
2.April 1968 Baader und Ensslin stecken gemeinsam 2 Kaufhäuser in Frankfurt a.M. in Brand
31. Oktober 1968 Baader wird zu 3 Jahren Haft verurteilt, vorläufige Entlassung nach einem Jahr, Flucht nach Frankreich mit Ensslin
4. April 1970 Festnahme und Einlieferung in Haftanstalt Tegel
14. Mai 1970 Mithilfe späterer RAF-Mitglieder gelingt ihm unter Einsatz von Schusswaffen abermals die Flucht
Militärische Ausbildung in Palästinenserlager (PLO), Aufbau der RAF
Nach zahlreichen Anschlägen und Banküberfällen Verhaftung des mittlerweile meistgesuchten Terroristen der damaligen Bundesrepublik am 1. Juni 1972 nach einer Schießerei in Frankfurt am Main gemeinsam mit Jan-Carl Raspe und Holger Meins
28. April 1977 Verurteilung zu lebenslanger Haft, Überführung in Haftanstalt Stuttgart-Stammheim
Deutscher Herbst 1977 Entführung Hanns-Martin Schleyers, um Baader und andere Terroristen freizupressen; Stürmung des entführten Flugzeugs „Landshut“
18. Oktober 1977 angeblicher Selbstmord Baaders und anderer inhaftierter RAF-Mitglieder

Sonstiges
Umstritten, ob Baaders Tod Selbstmord oder Mord/Totschlag

Siehe auch
APO
Baader-Meinhof-Gruppe
Deutscher Herbst
Ensslin, Gudrun
Meinhof, Ulrike
Meins, Holger
Perestrojka
RAF
Raspe, Jan-Carl
Schleyer, Hanns-Martin