Willy-Brandt-Biografie
Oktober 1966

Besuch der sowjetischen Botschaft in Ost-Berlin

Am 12. Oktober 1966 fährt Willy Brandt mit seiner Frau Rut zu einem Abendessen in die sowjetische Botschaft Unter den Linden. Es ist Brandts erster Besuch in Ost-Berlin seit 1960. Er spricht dort mit dem Botschafter Moskaus in der DDR, Pjotr Abrassimow, über die Lage in Berlin, die deutsche Wiedervereinigung und die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der UdSSR. Zuvor hatten beide schon im Mai und Juni 1966 bei Empfängen des schwedischen Generalkonsuls in Berlin miteinander geredet.

Quelle: Landesbildstelle Berlin
Willy Brandt (zu erkennen unter dem Rückspiegel) verlässt in seiner Dienstlimousine Ost-Berlin und passiert den Checkpoint Charlie

Zwar bringen diese Gespräche wie auch das vierte Treffen, zu dem der Regierende Bürgermeister den sowjetischen Botschafter am 22. November 1966 nach West-Berlin einlädt, keine vorzeigbaren Ergebnisse. Aber der persönliche Kontakt zu einem wichtigen Repräsentanten der Sowjetunion ist für Brandt von großer Bedeutung. Nur eine Entspannung in den Beziehungen zwischen der Sowjetunion und der Bundesrepublik – davon ist er überzeugt – kann Berlin helfen und die deutsche Frage einer Lösung näher bringen.



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