Bundestagswahl 1972

 
 
 

Vorgeschichte: Nach dem Mandatswechsel einiger Abgeordneten und dem damit verbundenen Bröckeln der Mehrheit der sozialliberalen Koalition im Bundestag, scheiterte im April 1972 ein konstruktives Misstrauensvotum der CDU/CSU-Fraktion gegen Bundeskanzler Willy Brandt. Jedoch stellte Brandt daraufhin dem Bundestag die Vertrauensfrage. Nachdem diese negativ beantwortet wurde, löste Bundespräsident Gustav Heinemann den Bundestag auf und schrieb Neuwahlen aus.
Ergebnis:
SPD: 17.175.169 Stimmen, 45,8 %, 230 Sitze (+ 6)
CDU: 13.190.837 Stimmen, 35,2 %, 177 Sitze (- 16)
CSU: 3.615.183 Stimmen, 9,7 %, 48 Sitze (- 1)
FDP: 3.129.982 Stimmen, 8,4 %, 41 Sitze (+ 11)
Bedeutung: Die Bundestagswahl 1972 war die erste vorgezogene Bundestagswahl in der Geschichte der Bundesrepublik. Sie endete mit einem großen Erfolg der bestehenden sozialliberalen Koalition unter Brandt.

Siehe auch
Heinemann, Gustav
Sozialliberale Koalition
Vertrauensfrage