CSU

Christlich-Soziale Union
Gründung
13. Oktober 1945

Vorgänger
Bayerische Volkspartei (BVP)

 

Überblick
1946 Zulassung auf Landesebene; absolute Mehrheit bei den Landtagswahlen in Bayern
Seit 1946 Stellung des Ministerpräsidenten von Bayern (außer 1954-1957)
1948/49 Bildung einer gemeinsamen Fraktion mit der CDU im Parlamentarischen Rat und im Wirtschaftsrat
1949 Abstimmung gegen die Annahme des Grundgesetzes wegen unzureichender Berücksichtigung des Föderalismus; Bildung einer Fraktionsgemeinschaft mit der CDU auf Bundesebene
1949-1969 Beteiligung an verschiedenen Regierungskoalitionen
1969-1982 auf Bundesebene mit der CDU in der Opposition
1976 Aufkündigung der Fraktionsgemeinschaft mit der CDU; jedoch Rücknahme des Beschlusses wenige Wochen später
1982-1998 erneute Regierungsbeteiligung in einer christlich-liberalen Koalition

Struktur
Auf den Freistaat Bayern beschränkte rechts-konservative, christliche Volkspartei auf überkonfessioneller Grundlage
Agiert in Bayern als selbständige Partei und auf Bundesebene in enger Allianz mit der CDU
Bildung gemeinsamer Fraktion im Deutschen Bundestag mit CDU unter Betonung ihrer Eigenständigkeit durch eine organisatorisch unabhängige Landesgruppe in Berlin
Politik der traditionsbewussten „Bayerntreue“ bei gleichzeitiger Notwendigkeit der Modernisierung Bayerns
Im Vergleich zur CDU vertritt sie in Wertefragen eine konservativere, in Wirtschaftsfragen sozialere Haltung
Ca. 173.000 Mitglieder (2005)

Vorsitzende
Edmund Stoiber [1999-]
Theo Waigel [1988-1999]
Franz-Josef Strauß [1961-1988]
Hanns Seidel [1955-1961]
Hans Ehard [1949-1955]
Josef Müller [1945-1949]

Siehe auch
BVP
CDU
Parlamentarischer Rat
Seidel, Hanns
Strauß, Franz Josef