DDR

 
 
 

Deutsche Demokratische Republik
Sozialistischer Staat, der am 7. Oktober 1949 auf dem Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) in Deutschland ausgerufen wird und sich - nach sowjetischem Vorbild - als Diktatur des Proletariats versteht
Politische Macht liegt bei den Ersten bzw. Generalsekretären der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED)
Sozialistische Gesellschaftsordnung politisiert und kontrolliert weitgehend alle gesellschaftlichen Bereiche und lässt kaum individuellen und privaten Gestaltungsraum
Überführung der Wirtschaft in eine Zentralverwaltungswirtschaft (Planwirtschaft), Kollektivierung der Landwirtschaft
1961 Bau der Berliner Mauer und Abriegelung der Grenze zur Bundesrepublik Deutschland zur Eindämmung des Flüchtlingsstroms Richtung Westdeutschland
1972 Verbesserung der Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland durch Abschluss des Grundlagenvertrages
In den 70er Jahren verschärftes Vorgehen des SED-Regimes gegen Dissidenten im Land
Reformkurs des sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow verstärkt Ende der 80er Jahre den Druck auf die Führung der DDR, demokratische Reformen durchzuführen und das Land zu öffnen
Seit September 1989 Massendemonstrationen gegen das SED-Regime; am 8.11.1989 geschlossener Rücktritt des Politbüros der SED und Öffnung der Berliner Mauer
Am 3.10.1990 tritt die DDR auf der Grundlage des Art. 23 Satz 2 GG der Bundesrepublik Deutschland bei

Siehe auch
Berliner Mauer
Deutsche Wiedervereinigung
Gorbatschow, Michail
Grundlagenvertrag
Honecker, Erich
Pieck, Wilhelm
SBZ
SED
Stasi
Stoph, Willi
Ulbricht, Walter