Das 14-Punkte-Programm von US-Präsident Wilson
In einer programmatischen Rede vor beiden Häusern des amerikanischen Kongresses stellt Präsident Woodrow Wilson am 8. Januar 1918 ein 14-Punkte-Programm vor. Es enthält von der Idee des Selbstbestimmungsrechts der Völker getragene Grundzüge einer Friedensordnung für das vom Ersten Weltkrieg erschütterte Europa. Die deutschen Truppen sollen die von ihnen besetzten Gebiete räumen. Belgien soll wiederhergestellt und Elsass-Lothringen, das nach dem deutsch-französischen Krieg von 1871 an das Deutsche Reich gefallen war, wieder an Frankreich abgetreten werden. Die Formulierung anderer Forderungen fällt eher vage aus (z. B. „Freiheit der Meere“, „autonome Entwicklung“ für die Völker Österreich-Ungarns).
Wilsons 14-Punkte-Programm wird sogar in der deutschen Presse publiziert. Die Reichsregierung ignoriert es jedoch. Der russische Gegner steht kurz vor dem Zusammenbruch. In Berlin hofft man, durch Heranführung nunmehr entbehrlicher Truppen aus dem Osten der katastrophalen Lage an der Westfront doch noch Herr werden zu können. Diese Hoffnung wird sich nicht erfüllen.
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Publikation zu Wilsons Vision einer neuen Weltordnung: Das Ende aller Kriege. Woodrow Wilson und die Suche nach einer neuen Weltordnung |