Das Abitur
Am 18. Februar 1932 legt Herbert Frahm auf dem Johanneum sein Abitur ab.
In Deutsch schreibt er einen Aufsatz über die Rede eines Berliner Abiturienten, der das in der Schule erworbene Wissen für nutzlos erklärt. Frahm stimmt dem zu. „Was hat mir die Schule gegeben? Erstens, wenn alles gut geht, einen Berechtigungsschein, der zu nichts berechtigt. Aber vielleicht kann ich ja Konditor mit Abitur werden. (…) Ich bin zum Leidwesen meiner Lehrer die letzten Jahre immer meiner eigenen Wege gegangen. Ich bin nicht traurig darüber. Sondern ich freue mich, denn ich glaube, ich wäre ein armer Mensch, hätte ich nicht das, was ich selbst erarbeitet habe.“ Der Aufsatz wird von Pauls mit „Sehr gut“ bewertet, dann jedoch vom Klassenlehrer herabgestuft: „(…) die Tatsache seiner geistigen Armut verhinderte eine bessere Schulnote (...) als gut.“ Thema der Geschichtsklausur ist August Bebel. In der mündlichen Prüfung muss Frahm den Unterschied zwischen Ursache und Anlass von Krieg erläutern. Pauls benotet seine Leistungen auch hier mit „Sehr gut“.
Einzig im Turnen und in Latein wird Frahm mit „mangelhaft“ benotet.