Die Dolchstoßlegende
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© Klausnitzer
Titelthema Dolchstoßlegend in den „Süddeutschen Monatsheften“ |
Die Generäle Erich Ludendorff und Paul von Hindenburg werden am 18. November 1919 von einem Untersuchungsausschuss des Reichstages angehört, der sich mit der Frage befasst, ob es möglich war, vor Beendigung des Ersten Weltkrieges Frieden zu schließen. Hindenburg behauptet in diesem Zusammenhang, dass die deutsche Armee militärisch nie besiegt, sondern „planmäßig und heimlich“ von der Heimat aus zersetzt, gleichsam „erdolcht“ worden sei. Hindenburg, der von Ludendorff unterstützt wird, weist damit die Verantwortung des Militärs für die Niederlage im Krieg zurück und begründet die „Dolchstoßlegende“, die besonders in rechtsextremen Kreisen viele Anhänger findet.