Ende des Burgfriedens
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© Deutsches Historisches Museum, Berlin
Karl Kautsky, Fotografie um 1925 |
Im August 1914 haben sich die im Berliner Reichstag vertretenen Parteien darauf verständigt, ihre Streitigkeiten für die Dauer des Krieges nicht mehr öffentlich auszutragen ("Burgfrieden"). Zuvor hatte Kaiser Wilhelm II. erklärt: "Ich kenne keine Parteien mehr. Ich kenne nur noch Deutsche." Die prominenten Sozialdemokraten Karl Kautsky, Eduard Bernstein und Hugo Haase fordern vor dem Hintergrund einer zunehmend kritischen Haltung gegenüber der Kriegsführung innerhalb der SPD-Reichstagsfraktion am 19. Juni 1915 ihre Partei dazu auf, den "Burgfrieden" aufzukündigen.