Entstalinisierung

 
 
 

Abkehr von Herrschaftsmethoden Stalins und Teilen des Stalinismus, Rehabilitierung von Personen, Beseitigung von Denkmälern, Umbenennung von Städten
begann inoffiziell bereits nach Stalins Tod
Februar 1956 Beim XX. Parteitag der KPdSU hielt Chruschtschow eine Geheimrede, in der er Kritik an Stalins Diktatur, aber auch am Persönlichkeitskult um Stalin übte. Das Bekenntnis zum Konzept eines „unterschiedlichen Weges zum Sozialismus“ bedeutete einerseits die innenpolitsche Möglichkeit einer „friedlichen sozialistischen Umgestaltung“, andererseits die außenpolitische Option der „Friedlichen Koexistenz“.
Die Entstalinisierung der UdSSR hatte auch Auswirkungen auf die anderen Staaten des Ostblocks. In der „Tauwetter“-Phase kam es zu einer Destabilisierung der Einparteienregierungen der Ostblockstaaten, so dass der Prozess einer Liberalisierung auf halbem Weg gestoppt wurde. In der DDR wurde die Rede bis 1990 geheim gehalten, und Mitte der 1960er begann eine Rehabilitierung Stalins.
Zwar wurde an Stalin und seiner Politikführung Kritik geübt, die Rolle der KPdSU blieb aber unausgesprochen.

Siehe auch
Chruschtschow, Nikita
Friedliche Koexistenz
KPdSU
Stalin, Josef
Stalinismus