Fall der Festung Dien Bien Phu
Am 7. Mai 1954 endet die letzte große Schlacht der französischen Kolonialmacht gegen die vietnamesische Befreiungsarmee „Viet Minh“ um die Dschungelfestung Dien Bien Phu mit einem triumphalen Sieg der Vietnamesen. Er besiegelt das Ende der französischen Herrschaft in Indochina. Nach der Niederlage von Lai Chau am 11. Dezember des Vorjahres hatte sich der französische General Henri Navarre mit seinen Truppen in das Tal von Dien Bien Phu zurückgezogen – in der Annahme, durch die umliegenden Berge vor der gegnerischen Artillerie geschützt zu sein.
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© Stahlbaum Der Ho Chi Minh-Pfad - auf ihm wurden Truppen, Verpflegung, Material und sogar mittelschwere Artillerie auf Fahrrädern nach Dien Bien Phu geschafft |
Dafür hatte er eine Durchtrennung der eigenen Nachschublinien in Kauf genommen. Was der General jedoch unterschätzt hatte, waren die Entschlossenheit und Opferbereitschaft der Viet Minh. Mit Karren, Fahrrädern und zu Fuß hatten sie die in ihre Einzelteile zerlegten Geschütze auf die Bergspitzen transportiert und von dort am 13. März das Feuer auf die französischen Stützpunkte eröffnet. Nach 56 Tagen mussten die Verteidiger – darunter rd. 10.000 deutsche Fremdenlegionäre - kapitulieren. Auf französischer Seite sind 6000 Tote zu beklagen. Die rücksichtslosen Zermürbungsangriffe des vietnamesischen Generals Vo Nguyen Giap sollen bis zu 20.000 Viet Minh das Leben gekostet haben.