Freiburger Thesen

 
 
 

Die „Freiburger Thesen“ sind ein Grundsatzprogramm der FDP, das im Oktober 1971 auf dem Bundesparteitag in Freiburg/Breisgau verabschiedet wurde. Dabei stand die bislang von den Liberalen eher vernachlässigte Gesellschaftspolitik im Mittelpunkt, wobei sich die FDP programmatisch sozialdemokratischen Positionen annäherte. Die „Freiburger Thesen“ forderten eine verstärkte „Demokratisierung der Gesellschaft“ und eine „Reform des Kapitalismus“. Als geistige Väter der „Freiburger Thesen“ gelten der damalige FDP-Bundesvorsitzende Walter Scheel, der damalige Vorsitzende der FDP-Programmkommission Werner Maihofer und der damalige FDP-Generalsekretär Karl-Hermann Flach. Nach dem Bruch der sozialliberalen Koalition traten die „Freiburger Thesen“ in den 1980er Jahren in den Hintergrund.

Siehe auch
FDP
Flach, Karl-Hermann
Maihofer, Werner
Scheel, Walter
Sozialliberale Koalition