GDP

Gesamtdeutsche Partei Deutschlands (seit 1966 GPD)
Gründung
15. April 1961

Vorgänger
Deutsche Partei (DP) und Gesamtdeutscher Block/BHE

 

Überblick
1961 vernichtende Wahlniederlage bei den Bundestagswahlen: die GDP erhält nur 2,8 % und kann auch keine Direktmandate gewinnen; Rückzug eines Großteils der ehemaligen DP-Mitglieder, die die DP als niedersächsische Regionalpartei wieder zu beleben versuchen
Zerfall einzelner Landesverbände
1965 bei den Bundestagswahlen tritt die GDP nicht als eigenständige Partei, sondern nur in Wahlbündnissen mit der CSU bzw. der SPD an; Einzug in den Deutschen Bundestag mit vier Abgeordneten
1966 zur Vermeidung von Verwechslungen mit der „Gewerkschaft der Polizei“ (GdP) Abänderung des Kürzels von GDP in GPD
1969 bei den Bundestagswahlen kandidiert die GPD wieder eigenständig, erreicht aber lediglich 0,1%

Struktur
Die GDP war eine Interessenspartei der Vertriebenen mit einer Affinität zum rechtsextremistischen Spektrum. Sie unterhielt enge Beziehungen zu den Vertriebenenverbänden. Mit der zunehmenden Integration der Vertriebenen verlor die GDP ihre Bedeutung.
Anzahl der Mitglieder: ca. 5.000 (1969)

Vorsitzende
Gerhard Schuchart [1978-]
Rudibert Schneider [1975-1978]
Hermann Ahrens [1962-1975]
Frank Seiboth und Herbert Schneider (gleichberechtigt) [1961/62]

Siehe auch
DP
Vertriebenenverbände