Grab des Tutenchamun
Nach jahrelanger Suche öffnet der britische Archäologe Howard Carter am 24. November 1922 im „Tal der Könige“ nahe Luxor die nahezu unversehrte Grabkammer Tutenchamuns (ägyptischer König der 18. Dynastie in der Zeit etwa von 1347 bis 1339 v. Chr.).
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© NYT Howard Carter (1873-1939) am Sarkophag des Tut-ench-amun |
Zunächst überprüfen die Archäologen die Kammer auf giftige Gase und bohren deshalb auch nur ein kleines Sichtloch in die Tür. Quälende Minuten des Wartens vergehen. Die ungeduldige Frage seines Geldgebers, Lord Carnarvon, was denn zu sehen sei, beantwortet Carter mit den berühmt gewordenen Worten: „Ja, wunderbare Dinge.“ Augenzeugen werden später berichten: „Es war ein unglaubliches Traumbild, eine Szene aus einem Märchen, die aufgehäuften Schätze eines Pharao, der gestorben war vor über dreitausend Jahren, ehe Griechenland geboren oder Rom erdacht worden war.“ Die Berichterstattung über die Entdeckung des Grabes macht die klassische Archäologie weltweit populär.