Hintergrund
Februar 1949

Groß-Berlin als 12. Bundesland

Seit dem 1. September 1948 tagt in Bonn der Parlamentarische Rat. Seine 65 stimmberechtigten Mitglieder, die zuvor in den Länderparlamenten der drei westlichen Besatzungszonen gewählt worden waren, haben von den Militärgouverneuren der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und Frankreichs den Auftrag erhalten, eine Verfassung für den geplanten deutschen Weststaat auszuarbeiten. Da die Mitglieder befürchten, dass die Spaltung Deutschlands zementiert werden könnte, soll lediglich ein „Grundgesetz“ als provisorische Verfassung entworfen werden. Am 3. Februar einigt sich der Parlamentarische Rat darauf, dass Groß-Berlin als zwölftes Bundesland anerkannt und in den Geltungsbereich des Grundgesetzes einbezogen werden soll. Die drei Westmächte werden diesen Passus im Mai suspendieren.

 
Quelle: Deutsches Historisches Museum, Berlin
Abstimmung im Parlamentarischen Rat in Bonn



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