Willy-Brandt-Biografie
Hintergrund
August 1941

Im Visier der schwedischen Polizei

Auch nach seiner Freilassung aus der Haft muss Willy Brand vorsichtig sein. Die schwedische Polizei begegnet ihm mit Misstrauen, er wird überwacht, sein Telefon abgehört. Im Sommer 1941 wird Brandt noch einmal festgenommen, am helllichten Tag in einem Stockholmer Straßencafé. Ein Sicherheitspolizist fragt ihn: „Verhalten sich der Redakteur nun auch neutral?“

Danach“, so Willy Brandt in seinem Buch ‚Links und Frei’, „hatte ich mit schwedischen Behörden keine Schwierigkeiten mehr.“ Brandt hätte die Bedrohung sicher ernster genommen, wenn er schon damals gewusst hätte, wie eng ein Teil der schwedischen Sicherheitsbehörden mit der Gestapo zusammenarbeitete. Brandt sieht „späte Früchte“ dieser Kontakte, als eine schwedische Zeitung Ende 1966 – unmittelbar nach seiner Ernennung zum Außenminister – seinen Namen im Zusammenhang mit einer Kartei für der Ostspionage verdächtige Personen veröffentlicht.




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