Jusos

Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD
Gründung
Mai 1946

 

Überblick
Mai 1946 Neugründung, nachdem bereits in der Weimarer Republik Jungsozialisten in der SPD organisiert waren
1967 so genannte „Linkswende“; seitdem verstehen sich die Jusos als „Jugend- und Richtungsorganisation“, die die SPD in sozialistischer Richtung verändern will
1969 Beginn einer langjährigen Auseinandersetzung der Jusos mit dem SPD-Parteivorstand, der regelmäßig die Beschlüsse der Jusos kritisierte, sie als für die Partei unverbindlich erklärte oder sogar aufhob
1973 mit 300.000 Mitgliedern erreichen die Jusos ihren bisherigen Höchststand
1970er interne Grabenkämpfe zwischen drei verschiedenen Flügeln (reformsozialistisch-undogmatische, antimonopolistische und antirevisionistische Strömung)

Struktur
Die Jusos sind die Jugendorganisation der SPD, deren Organisationsgewalt sie unterliegen. Nach den Statuten der SPD sind die Jusos eine Arbeitsgemeinschaft, die formal alle SPD-Mitglieder unter 35 Jahren umfasst.
2005 gehörten den Jusos 48.700 SPD-Mitglieder an. Hinzu kommen rund 20.000 Juso-Mitglieder, die nicht der SPD angehören.

Vorsitzende
Björn Böhning [2004-]
Niels Annen [2001-2004]
Benjamin Mikfeld [1999-2001]
Andrea Nahles [1995-1999]
Thomas Westphal [1993-1995]
Ralf Ludwig [1991-1993]
Susi Möbbeck [1988-1991]
Michael Guggemos [1986-1988]
Ulf Skirke [1984-1986]
Rudolf Hartung [1982-1984]
Willi Piecyk [1980-1982]
Gerhard Schröder [1978-1980]
Klaus Uwe Benneter [1977]
Heidemarie Wieczorek-Zeul [1974-1977]
Wolfgang Roth [1972-1974]
Karsten Voigt [1969-1972]
Peter Corterier [1967-1969]
Günter Müller [1963-1967]
Holger Börner [1962/63]
Hans-Jürgen Wischnewski [1959-1962]
Vor 1959 wurden die Vorsitzenden vom SPD-Parteivorstand ernannt

Siehe auch
Börner, Holger
SPD
Wischnewski, Hans-Jürgen