KSZE

Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
Beginn
3. Juli 1973

Ende
1. August 1975

Konferenzort
Helsinki (und Genf)
 

Teilnehmer
33 europäische Staaten (NATO-Staaten und Warschauer-Pakt-Staaten), Kanada und USA

Ziele
Bei der Konferenz standen drei Themenkomplexe im Mittelpunkt:
* Fragen zur Sicherheit Europas
* Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Technik und Umwelt
* Menschliche Kontakte, Kultur- und Informationsaustausch

Bedeutung
Die Konferenz brachte dem Ostblock einerseits die Anerkennung der Grenzen der Nachkriegsordnung und stärkeren Wirtschaftsaustausch mit dem Westen, andererseits musste er aber Zugeständnisse im Bereich der Menschenrechte machen.
In den Folgejahren entstanden in mehreren Warschauer-Pakt-Staaten Bürgerrechtsbewegungen, die sich auf die Schlussakte von Helsinki beriefen und zum Zusammenbruch des Ostblocks mit beitrugen.
Die KSZE hat somit entscheidend zum Ende des Kalten Kriegs beigetragen.
Seit 1975 wurden vier KSZE-Folgekonferenzen veranstaltet: in Belgrad (1977-78), Madrid (1980-83), Wien (1986-89) und in Helsinki (1992).
Beim KSZE-Gipfeltreffen 1994 in Budapest wurde beschlossen, die KSZE zum 1. Januar 1995 in „Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa“ (OSZE) umzubenennen.

Siehe auch
Charta 77
Kalter Krieg
NATO
Schlussakte von Helsinki
Warschauer Pakt