Kommunistischer Umsturz in Prag
Am 20. Februar 1948 treten in Prag zwölf Minister der „Nationalen Front“ aus Demokraten und Kommunisten von ihrem Amt zurück. Sie reagieren damit auf die fortgesetzte kommunistische Unterwanderung der Polizei und des Staatssicherheitsdienstes durch Innenminister Václav Nosek (KP). Kommunisten und Gewerkschaften setzen daraufhin Staatspräsident Eduard Beneš durch Streiks und Massendemonstrationen unter Druck. Schließlich erteilt er Ministerpräsident Klement Gottwald (KP) die Erlaubnis, eine neue Regierung zu bilden, in der die Kommunisten die Überhand besitzen. Gottwald beginnt durch zahlreiche Verfassungsänderungen, die Tschechoslowakei in eine „Volksdemokratie“ nach sowjetischem Vorbild umzustrukturieren. Als Beneš sich seinen Entwürfen widersetzt, muß er sein Amt als Staatspräsident an Gottwald übergeben.
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Quelle: Radio Prag
Propagandaplakat, das Ministerpräsident Klement Gottwald mit Josef Stalin zeigt |