Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
Im Jahre 1973 wird die "Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa" (KSZE) eröffnet, an der 35 Staaten aus Ost und West einschließlich der USA und Kanada teilnehmen. Die Verhandlungen dauern zwei Jahre.
Am 1. August 1975 wird die "Schlussakte von Helsinki" unterzeichnet. Die Teilnehmerstaaten verpflichten sich darin, auf Gewalt zu verzichten. Die bestehenden Grenzen in Europa sollen unantastbar sein. Das Vertragswerk enthält dazu Empfehlungen für eine Zusammenarbeit auf den Gebieten Wirtschaft, Wissenschaft und Umweltschutz. Auch Menschenrechtsfragen (z. B. Informationsfreiheit) werden angesprochen ("Korb III").
Die Schlussakte von Helsinki ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer europäischen Friedensordnung, die Willy Brandt seit dem Zweiten Weltkrieg gefordert hat.