Kuba-Krise

 
 
 

August 1962 US-amerikanische Aufkläungsflugzeuge entdecken auf Kuba sowjetische Raketenabschussvorrichtungen
15. Oktober 1962 Nachweis der Existenz sowjetischer Mittelstreckenraketen auf Kuba, die wichtige Industriestädte der USA sowie Washington D.C. erreichen könnten
24. Oktober 1962 Seeblockade durch amerikanische Schiffe um Kuba, Aufforderung zum Abzug der Raketen
27. Oktober 1962 Am „Schwarzen Samstag“ steht die Welt kurz vor einem Dritten Weltkrieg, bei dem möglicherweise Nuklearwaffen von beiden Seiten eingesetzt worden wären. Zu dieser äußerst gespannten Situation kam es, nachdem eine amerikanische Testrakete auf ein sowjetisches U-Boot abgeworfen und ein amerikanisches Aufklärungsflugzeug von einer sowjetischen Rakete abgeschossen wurde.
John F. Kennedy entscheidet sich gegen einen militärischen Schlag und für geheime Gespräche zwischen Robert Kennedy und Chruschtschow.
28. Oktober 1962 Die USA und die UdSSR einigen sich. Chruschtschow lässt die Raketen wieder von Kuba entfernen, die USA verzichten auf eine militärische Invasion Kubas, außerdem entfernen sie ihre Raketen aus der Türkei.
Die Kuba-Krise gilt, neben dem Mauerbau, als der Höhepunkt des Kalten Krieges, aber auch als Wendepunkt. Die direkte Konfrontation der beiden Supermächte, die fast zu einem Atomkrieg geführt hätte, ließ das Bewusstsein wachsen, dass man einen Nuklearkrieg verhindern und die Abrüstung einleiten müsse. Es wurde der „Heiße Draht“, eine ständige Fernschreiberverbindung zwischen Moskau und Washington eingerichtet.
Der Blick der beiden Mächte wendet sich zunehmend von Berlin und Deutschland ab, und widmet sich globalen Fragen, so dass die deutsch-deutsche Frage mehr und mehr zu einer Angelegenheit der Deutschen selbst wird.

Siehe auch
Berliner Mauer
Chruschtschow, Nikita
Kalter Krieg
Kennedy, John F.
UdSSR