Liebknecht, Wilhelm

Wilhelm Liebknecht
* 26. März 1826
in Gießen
  7. August 1900
in Berlin-Charlottenburg

Beruf
Deutscher Politiker und Publizist

 

Überblick
1842-1847 Studium der Philologie, Theologie und Philosophie in Gießen, Berlin und Marburg. Starke Beeinflussung durch französische Frühsozialisten
September 1848 Beteiligung am republikanischen Aufstand in Baden, kommt in Untersuchungshaft
Mai 1849 Liebknecht schließt sich den Reichsverfassungskämpfen an. Nach deren gewaltsamer Niederlassung flieht er in die Schweiz, wo er Engels persönlich kennenlernt
April 1950 Ausweisung aus der Schweiz, geht ins Exil nach London, wo er persönlichen Kontakt zu Marx und Engels pflegt
1862 Amnestie in Deutschland, Rückkehr nach Berlin
1863 Eintritt in ADAV, von dem er 1865 wegen preußenfeindlicher Haltung ausgeschlossen wird
Ausweisung aus Berlin, Übersiedelung nach Leipzig, wo er August Bebels Bekanntschaft macht
1866 gründen Bebel und Liebknecht die Sächsische Landespartei, 1869 die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP)
1871 Bebel und Liebknecht treten für die Pariser Kommune ein
1872 „Leipziger Hochverratsprozess“: Liebknecht wird zu zwei Jahren Festungshaft verurteilt
1874 Wahl in den Deutschen Reichstag
1875 Zusammenschluss von ADAV und SDAP zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP) in Gotha („Gothaer Programm“), W. Liebknecht wird Redakteur von „Vorwärts“
1878-1890 Die Auswirkungen des „Sozialistengesetzes“ stärken W. Liebknechts innen- und außenpolitische Position als Sozialdemokrat
1891 Erfurter Parteitag: W. Liebknecht begründet das neue Parteiprogramm der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Er bleibt noch bis ins hohe Alter politisch aktiv
7. August 1900 W. Liebknecht stirbt in Charlottenburg bei Berlin

Sonstiges
Vater von Karl und Theodor Liebknecht

Siehe auch
ADAV
Bebel, August
Liebknecht, Karl
Liebknecht, Theodor
SDAP
Sozialistengesetz
Vorwärts