Mitglied im Fraktionsvorstand
Langsam, aber stetig schreitet der Aufstieg Willy Brandts voran. „Im Herbst 1953, bei der Konstituierung des zweiten Bundestages, war ich Mitglied des Fraktionsvorstandes meiner Partei in Bonn geworden.“
Zu den großen Rednern im Bundestag gehört Brandt noch nicht. „Selbst ein Ollenhauer ist ihm als Parlamentarier an Geschicklichkeit und rednerischer Begabung voraus“, meint Peter Merseburger. Doch fehle ihm auch die „ölig-penetrante, gebetsmühlenartige Wiederholung des Nein vieler Fraktionskollegen.“ Brandt vertritt die offizielle SPD-Politik, gibt sich aber flexibel und pragmatisch und spielt „nicht den wilden Parteimann“ (Merseburger).
Sein Mandat, das er für den Kreisverband Wedding innehat, gibt ihm Gelegenheit, sein politisches Profil durch Auftritte im Bundestag zu schärfen.