NSDAP erstmalig im Preußischen Landtag
Am 7. Dezember 1924 finden Neuwahlen zum Berliner Reichstag statt. Die Parteien der Mitte und die SPD können Stimmenzuwächse verbuchen, was auf die spürbare Verbesserung der wirtschaftlichen Lage – u. a. durch Einführung der „Rentenmark“ im Zuge einer Währungsreform – zurückgeführt wird. Die regierenden bürgerlichen Parteien haben allerdings auch im neuen Parlament keine Mehrheit.
 |
© VG Bild-Kunst Karl Arnold: Heil Preußen, Simplicissimus 1932 |
Am gleichen Tag wird in Preußen der Landtag gewählt. Die regierenden Parteien der Großen Koalition (SPD, DDP, DVP und Zentrum) unter Ministerpräsident Otto Braun (SPD) erhalten 267 von 450 Sitzen und können ihre bisherige stabile Mehrheit sogar noch ausbauen. Jedoch gelingt Hitlers Nationalsozialistischer Deutschen Arbeiterpartei erstmals der Einzug in das preußische Parlament gelingt: Die Nationalsozialisten können sich auf Anhieb 120 Sitze sichern.