NVA

 
 
 

Nationale Volksarmee
Gegründet am 18. Januar 1956 als Nachfolger der Kasernierten Volkspolizei (KVP) zum Schutz und zur Sicherung der „sozialistischen Errungenschaften gegen Angriffe von außen“, d.h. nicht nur zur Verteidigung der DDR, sondern auch anderer Staaten des Warschauer Paktes
Die Rekrutierung erfolgte zunächst aus Freiwilligen. Da erhoffte Streitkraftstärke – trotz enormem gesesllschaftlichen Druck – nicht erreicht wurde: 1962 Einführung der allgemeinen Wehrpflicht
Versorgt und beliefert insbesondere von der UdSSR
Unterstand dem Ministerium für Nationale Verteidigung (MfNV)
Entsprach mehr einer ideologischen als militärischen Armee. Die Politikschulung bestimmte den Feind als den „imperialistischen Westen“. Die NVA war eng mit der SED verbunden, fast alle Offiziere waren Mitglieder der Einheitspartei, um so den widerspruchlosen Gehorsame gegenüber der SED zu sichern und zu kontrollieren
Zur Förderung der Akzeptanz in der Bevölkerung wurden Paraden aufgeführt und die Uniformierung im Stil der Wehrmacht gehalten
3. Oktober 1990 Auflösung der NVA als eigenständige Streitmacht. Ein Teil der NVA-Soldaten wurde in die Bundeswehr eingegliedert, ihre Ausrüstung und ihr Material wurden entweder verkauft oder vernichtet

Siehe auch
DDR
KVP
SED
UdSSR
Warschauer Pakt