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Der so genannte Nansen-Pass ist ein Passersatz für staatenlose (und quasi staatenlose) Flüchtlinge. Er wurde nach seiner Einführung am 5. Juli 1922 von zunächst 31, später von 53 Staaten anerkannt. Der Pass ist nach seinem Erfinder Fridtjof Nansen (1861-1930), dem Polarforscher und Hochkommisar des Völkerbundes für Flüchtlingsfragen, benannt. Nansen wurde dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Der Nansen-Pass wurde von den Behörden desjenigen Staates ausgestellt, in dem sich der Flüchtling aufhielt. Er hatte eine Geltungsdauer von einem Jahr. 1938 gab es rund 250.000 Inhaber von Nansen-Pässen. Das Prinzip des Passes wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch den so genannten „Londoner Pass“ und seit 1951 durch das Reisedokument der Genfer Flüchtlingskonvention fortgeführt.
Siehe auch
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