Willy-Brandt-Biografie
Hintergrund
Dezember 1950

Nationaler Notstand in den USA

 
© UNO
Ein UN-Mitarbeiter bringt koreanische Waisenkinder in ein Waisenhaus
 
© UNO
Koreaner fliehen vor den Kampfhandlungen, 1950

Dem raschen Vorstoß der US-geführten Truppen in Nordkorea kann die Volksrepublik China nicht tatenlos zusehen. Mit einer so genannten Freiwilligenarmee greift sie auf nordkoreanischer Seite in den Krieg ein. Am 5. Dezember 1950 wird Pjöngjang zurückerobert. Auf diese heftige Gegenoffensive sind die 200.000 UN-Soldaten – 90 Prozent davon Amerikaner – nicht vorbereitet.

Die US-Armee steht vor großen Problemen, wurden doch die konventionellen Streitkräfte zugunsten der Atombewaffnung seit 1945 stark reduziert. Aufgrund der kritischen Lage sieht sich Präsident Harry S. Truman am 15. Dezember 1950 gezwungen, den Nationalen Notstand in den USA auszurufen. Alle Kräfte des Landes sollen für den Sieg in Korea mobilisiert werden.

Die Lage wird immer bedrohlicher: Anfang Januar 1951 erobern die chinesischen Truppen Seoul. Trotz aller Anstrengungen und einer erfolgreichen Gegenoffensive noch im gleichen Jahr wird den US-geführten Koalitionstruppen ein vollständiger Sieg über die Kommunisten versagt bleiben. Unweit des 38. Breitengrades – des Ausgangspunkts des Krieges – wird die Front erstarren und bis Kriegsende 1953 weitgehend unverändert bleiben.




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