Nord-Süd-Kommission

Unabhängige Kommission für internationale Entwicklungsfragen
Gründung
Dezember 1977

Nachfolger
Bruntland-Kommission (1983-1987)
 

Aufgabe
Die Nord-Süd-Kommission beschäftigte sich mit den Ursachen und Lösungsmöglichkeiten des Nord-Süd-Konflikts.

Mitglieder
18 Mitglieder (Politiker und Experten aus Entwicklungs- und Industrieländern), u. a. Olof Palme und Edward Heath

Struktur
Die Nord-Süd-Kommission war eine unabhängige internationale Kommission. Ihr Vorsitzender war Willy Brandt (1977-1983).

Tätigkeiten
Der Anstoß zur Gründung der Kommission kam von Robert McNamara, dem damaligen Präsidenten der Weltbank
1977 Konstituierung der Kommission in Schloß Gymnich bei Bonn
1977-1979 zweijährige Beratungen, zehn Sitzungen in neun verschiedenen Ländern
Februar 1980 Vorlegen des ersten „Brandt-Reports“ (Titel: „Das Überleben sichern. Gemeinsame Interessen der Industrie -und Entwicklungsländer“); Forderung u. a. nach einer neuen Weltwirtschaftsordnung
1981 Cancun-Konferenz in Mexikon, an der 22 Staats- und Regierungschefs aus Entwicklungs- und Industrieländern teilnehmen
1982 Vorlegen des zweiten „Brandt-Reports“ infolge des enttäuschenden Verlaufs der Cancun-Konferenz; Aufruf u. a. zu Dringlichkeitsmaßnahmen zugunsten der Entwicklungsländer

Siehe auch
Brandt-Report
Heath (Sir), Edward
Palme, Olof