Rede vor der UN
Am 18. September 1973 sind beide deutschen Staaten in die Vereinten Nationen aufgenommen worden. Außenminister Walter Scheel hat aus diesem Anlass zu den Delegierten gesprochen. Am 26. September tritt Willy Brandt als erster Kanzler der Bundesrepublik vor die Generalversammlung in New York. In sehr persönlich wirkenden Worten sagt er über Deutschland: „Ich spreche zu Ihnen als Deutscher und als Europäer. Genauer: mein Volk lebt in zwei Staaten und hört doch nicht auf, sich als eine Nation zu verstehen.“ Im Ausland schätzt man Willy Brandt als einen der wenigen Politiker, der über der Sache nie die Menschen vergisst und der auch sich selbst nicht hinter seinen Worten versteckt.

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© RegierungOnline/Wegmann Willy Brandt während seiner Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen |
Zur Rolle der Bundesrepublik in der UN sagt Brandt: „Wir sind ... gekommen, um – auf der Grundlage unserer Überzeugungen und im Rahmen unserer Möglichkeiten – weltpolitische Mitverantwortung zu übernehmen. Als Bundesrepublik Deutschland werden wir … auf einen Zustand des Friedens in Europa hinwirken, in dem auch das deutsche Volk in freier Selbstbestimmung seine Einheit wiedererlangen kann.“
Die von Brandt weitgehend selbstverfasste Rede wird sehr positiv aufgenommen.
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© WBA Handschriftliches Manuskript Willy Brandts zur Rede vor der Vollversammlung der UNO |
© WBA Gedruckter Sprechzettel Willy Brandts mit Unterstreichungen
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