Hintergrund
Juni 1934

Röhm-Putsch

 
Quelle: worldwar.nl
SA-Chef Röhm (li.) mit seinem Mörder Adolf Hitler

Am 20. Juni 1934 exekutieren Einheiten der SS auf Befehl Adolf Hitlers alle wichtigen Führer der Sturmabteilung, darunter den SA-Stabschef Ernst Röhm, einen langjährigen Weggefährten des „Führers“. Hitler behauptet öffentlich, Röhm habe einen Putsch geplant. In Wirklichkeit will er jedoch der wachsenden Machtstellung der SA (4 Millionen Mitglieder) ein Ende setzen. Hinzu kamen Differenzen zwischen Hitler und Röhm über die weitere Entwicklung der „nationalsozialistischen Revolution“ in Deutschland. Insgesamt fallen der „Säuberungsaktion“ 200 Menschen zum Opfer, darunter auch politische Gegenspieler Hitlers, die nicht der SA angehörten. Unter den Toten findet sich auch der ehemalige Reichskanzler Kurt von Schleicher. Neben der SS gehört die Reichswehr zu den Profiteuren dieser blutigen Aktion. Mit der Ausschaltung der SA verschwindet aus Sicht der Wehrmachtsspitze der schärfste Konkurrent im Kampf um den militärischen Führungsanspruch im Reich.



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