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  | Auch bekannt als „Röhm-Revolte“ oder „Nacht der langen Messer“
|   | Ernst Röhm war der Staabschef der Sturmabteilung (SA), die schon seit längerem ein gespanntes Verhältnis zu Teilen der NSDAP-Oberen hatte. Röhm wollte die Reichswehr der SA einverleiben, was ihn zum zweitwichtigsten Mann nach Hitler gemacht hätte, die Reichswehr verweigert sich aber Röhms Absicht. Röhm war nicht nur für Hitler, sondern auch für prominenten innerparteilichen Rivalen wie Himmler und Göring eine machtpolitische Gefahr. Daraufhin schürte die Schutzstaffel (SS) gezielt Gerüchte über einen angeblich von der SA geplanten Putsch, und betonte Röhms Homosexualität, ein bis dahin offenes Geheimnis. Vom 30. Juni bis zum 2. Juli 1934 lässt Hitler die gesamt SA-Führung, inklusive Röhm, von der SS liquidieren. Gleichzeitig lässt er sowohl unangenehme Mitglieder der NSDAP als auch NS-Gegner verhaften und ermorden, u.a. Kurt von Schleicher. Dieser von den Nationalsozialisten als „Röhm-Putsch“ verschleierte Mord wird nachträglich durch das „Gesetz über Maßnahmen der Staatsnotwehr“ rechtfertigen. Der Röhm-Putsch demonstrierte bereits die Willkürherrschaft Hitlers und den Bedeutungsverlust der SA. In Folge des Putsches wurde die SS selbständig, und von Papen ließ die Reichswehr auf Hitler schwören, um in seiner Gunst zu steigen. |
Siehe auch
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