SAP

Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands
Gründung
4. Oktober 1931

Nachfolger
in der SPD aufgegangen
 

Überblick
1931 Gründung auf der „Reichskonferenz oppositioneller Sozialdemokraten“ durch linke SPD-Reichstagsabgeordnete (u. a. Kurt Rosenfeld, Max Seydewitz), die die Partei nach innerparteilichen Auseinandersetzungen nach dem Scheitern der Reichsregierung Hermann Müller (SPD) verlassen hatten
1931/32 Anschluss der Rest-USPD (um Theodor Liebknecht und Georg Ledebour) und der abgespaltenen Minderheitsfraktion der KPD-O
1932 Mißerfolge bei Wahlen; starke innerparteiliche Auseinandersetzungen
27. Februar 1933 nach dem Reichstagsbrand Selbstauflösung der Partei, um dem Verbot durch die Nationalsozialisten zuvorzukommen
11./12. März 1933 illegaler Parteitag in Dresden
1933 Aufbau einer SAP-Auslandszentrale um Jacob Walcher und Paul Frölich in Paris; Versuch der Parteileitung, von dort den Widerstand der in Deutschland verbliebenen Parteimitglieder zu koordinieren
1937 nach verschiedenen Gestapo-Zugriffen existieren in Deutschland nur noch drei funktionierende Gebietsorganisationen (in Berlin, Mannheim und im Raum Hamburg)

Struktur
Die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAP) war eine kleine Splitterpartei, die ihren Anspruch, ein Sammelbecken für alle linken Splittergruppen zu sein, nicht einlösen konnte.
Anzahl der Mitglieder: 25.000 (1931), 17.000 (1933); hauptsächlich ehemalige SPD-Mitglieder
Befürwortung des entschiedenen Vorgehens gegen die NSDAP
Anstreben einer Einheitsfront der Arbeiterbewegung im Kampf gegen den Nationalsozialismus
Zwei Parteiflügel: ein revolutionär-marxistischer Flügel um Fritz Sternberg, Paul Frölich und Jakob Walcher, ein linkssozialdemokratisch-pazifistischer Flügel um Anna Siemsen

Vorsitzende
Kurt Rosenfeld und Max Seydewitz [1931-1933]

Siehe auch
Einheitsfront
Frölich, Paul
Gestapo
KPD-O
NSDAP
Rosenfeld, Kurt
Seydewitz, Max
Siemsen, Anna
Sozialfaschismus-These
SPD
Sternberg, Fritz
USPD
Walcher, Jacob