Tod Ernst Reuters
Am 29. September 1953 stirbt Ernst Reuter. Für seine Umgebung kommt sein Tod plötzlich und völlig unerwartet. Brandt schildert, wie er vom Ableben Reuters erfährt: „Ich war zu Hause, an meinem Schreibtisch. Da kam ein Telefonanruf aus Oslo. Das norwegische Regierungsorgan fragte an, ob ich nicht sofort einen Nachruf auf Reuter durchgeben könnte. Im ersten Augenblick verstand ich gar nicht, was man von mir wollte. Reuter tot? Ich konnte es nicht glauben. Eine Viertelstunde später stand ich in Reuters Häuschen in der Bülowstraße.“
Die Berliner gedenken ihres Regierenden Bürgermeisters spontan: In vielen Wohnungen, in vielen Straßen stehen brennenden Kerzen in den Fenstern. Niemand hatte die Berliner zu dieser Kundgebung aufgefordert. „Die Berliner weinten, wo sie die Nachricht erhielten, am Radio, am Zeitungskiosk. Eine ganze Stadt trauerte um ihren toten Vater“, erinnert sich Willy Brandt.

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© AdsD der Friedrich-Ebert-Stiftung Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Ernst Reuter, und Willy Brandt auf dem Landesparteitag der Berliner SPD 1951
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