Hintergrund
August 1952

Tod Kurt Schumachers

Am 20. August 1952 stirbt in Bonn Kurt Schumacher, der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, an den gesundheitlichen Spätfolgen seiner langjährigen Inhaftierung in nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Gleich nach Kriegsende hatte er mit dem Wiederaufbau der SPD begonnen. Schumacher, der schärfste politische Gegner von Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU), galt als „Volkstribun“ und begabter Redner.

© SPD
Trauerfeier für Kurt Schumacher in der Berliner Waldbühne am 24. August 1952

Seine wichtigsten politischen Ziele waren die Stärkung der Sozialdemokratie und die Bewahrung der Einheit Deutschlands. Nicht selten kritisiert wurde sein autoritärer Führungsstil. Willy Brandt schrieb später dazu: „Ich begriff – etwas widerstrebend – die magnetische Wirkung, die er auf Viele ausübte. Er bat nicht, er forderte. Er wog nicht Argumente gegeneinander ab, sondern schleuderte das Ergebnis seines Nachdenkens in den Zuhörerkreis – und dies mit erheblichem Stimmaufwand.“ Als Nachfolger Schumachers wird Erich Ollenhauer zum Parteivorsitzenden der SPD gewählt.



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