Unterzeichnung des Petersberger Abkommens
Auch nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland bleibt den drei westlichen Siegermächten USA, Großbritannien und Frankreich die „oberste Gewalt im Staat“ vorbehalten. Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) ist seit seinem Amtsantritt vor zwei Monaten bemüht, den Handlungsspielraum der jungen Demokratie zu vergrößern.
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© marcuse Die berühmte „Teppich-Szene“ auf dem Petersberg: Konrad Adenauer betritt den Teppich, der den Alliierten Hohen Kommissaren vorbehalten ist - und niemand wagt es, den betagten Politiker in seine Schranken zu weisen |
Am 22. November 1949 unterzeichen die Alliierten Hohen Kommissare und Bundeskanzler Adenauer das Petersberger Abkommen. Es erlaubt der Bundesrepublik die Aufnahme konsularischer Beziehungen zu anderen Staaten und den Eintritt in internationale Organisationen. Die Demontagen auf westdeutschem Gebiet werden weitgehend beendet. Die Bundesregierung muss jedoch eine internationale Kontrolle des Ruhrgebietes mit seiner bedeutenden Kohle- und Stahlindustrie akzeptieren. Am 30. November tritt die Bundesregierung der Internationalen Ruhrbehörde bei.