Hintergrund
Juni 1947

Verkündung des Marshallplans

 
Quelle: Americans.net
Staatssekretär Marshall in einer akademischen Prozession, in deren Anschluss er die Ehrendoktorwürde verliehen bekommt und seine kurze Rede zum Marshall-Plan hält

In einer Rede an der Harvard-Universität kündigt der amerikanische Außenminister George C. Marshall am 5. Juni 1947 ein umfassendes Wiederaufbauprogramm für Europa an (Marshallplan). Das European Recovery Program (ERP) soll den zerstörten Ländern einschließlich Deutschland wirtschaftlich wieder auf die Beine helfen und nicht zuletzt eine weitere Ausbreitung des Kommunismus verhindern. Einzige Bedingung Washingtons: Die europäischen Länder müssen sich auf einen gemeinsamen Wirtschaftsplan einigen, was im Juli in Paris unter der Beteiligung von 16 Staaten geschieht.

Unter dem Druck Moskaus mussten bereits zuvor die osteuropäischen Länder ihre Teilnahme an dem Programm absagen. In den folgenden Jahren gewähren die USA Hilfsgelder i.H.v. insgesamt knapp 13 Milliarden US-Dollar. Rund 1,4 Milliarden US-Dollar – das entspricht einer heutigen Summe von ca. 25 Milliarden US-Dollar – werden davon allein für den Wiederaufbau in den drei westlichen Besatzungszonen Deutschlands investiert.

 
© Library of Congress
Während West-Europa verzweifelt auf Hilfe aus den USA wartet, wird der russische Schatten, der sich Europas bemächtigt, immer länger - Karikatur zu den Verzögerungen bei der Marshall-Hilfe



Suche

Lesen Sie auch:
 In der Kinderrepublik

Kontakt | Impressum | Sitemap | Startseite

© 2005 Bundeskanzler- Willy- Brandt- Stiftung