Hintergrund
November 1933

Volksabstimmung über den Völkerbundaustritt

 
© Rendell
Auch nach den Ereignissen im November 1933 waren viele noch nicht in der Lage den Charakter Hitlers und seines Regimes zu durchschauen: David Lloyd George, 1916-1922 britischer Premierminister, schrieb unter dieses Foto folgende Widmung: "Für Kanzler Hitler, in Bewunderung für seinen herausragenden Mut." London, Dec. 1, 1933.

Am 12. November 1933 finden in Deutschland noch einmal Wahlen zum Reichstag statt. Auf den Stimmzetteln steht jedoch nur noch der Name einer Partei: Hitlers NSDAP. Verbunden mit dieser Scheinwahl ist eine "Volksabstimmung" über den Austritt des Deutschen Reiches aus dem Völkerbund.

Erwartungsgemäß fahren die Nationalsozialisten ein überwältigendes Ergebnis ein: Bei einer Wahlbeteiligung von 95 Prozent stimmen 92,2 Prozent der Wähler für die NSDAP - alle übrigen Stimmen sind ungültig. 95,1 Prozent der Deutschen befürworten den Austritt aus dem Völkerbund, den die Hitler-Regierung jedoch schon im Oktober vollzogen hat. Volksabstimmungen dienen den Nazis in Wirklichkeit nur noch der propagandistischen Bestätigung ihrer Politik.



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