Vorwärts

 
 
 

Der „Vorwärts“ wurde 1876 als Zentralorgan der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) gegründet und ist bis heute die Parteizeitung der SPD.
Die erste Ausgabe des „Vorwärts“ erschien am 1. Oktober 1876. In Folge des Sozialistengesetzes musste er am 26. Oktober 1878 sein Erscheinen einstellen. Nach Aufhebung des Sozialistengesetzes wurde der „Vorwärts“ 1891 als Zentralorgan der nunmehr in SPD umbenannten SAP neu gegründet. Er erschien fortan täglich. Chefredakteur war über viele Jahre hinweg Wilhelm Liebknecht.
Kurz nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten wurde der „Vorwärts“ wieder verboten. Am 28. Februar 1933, dem Tag nach dem Reichstagsbrand, erschien die vorerst letzte Ausgabe. Der Exilvorstand der SPD (SoPaDe) gab im Prager und später Pariser Exil in monatlicher Folge ein Nachfolgeblatt unter dem Titel „Neuer Vorwärts“ heraus. Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Frankreich im Mai 1940 musste auch der „Neue Vorwärts“ sein Erscheinen einstellen.
Die erste Nachkriegsausgabe des „(Neuen) Vorwärts“ erschien am 11. September 1948, jetzt wieder als Zentralorgan der wiedergegründeten SPD. Die Zeitung verlor jedoch stetig an Bedeutung und Auflagenstärke. 1976 erfolgte eine Neukonzeptionierung des „Vorwärts“ als Magazin, 1989 wurde er in eine bloße Mitgliederzeitung verwandelt. Bis heute erscheint er monatlich unter dem Namen „Vorwärts / Sozialdemokratisches Magazin“.

Siehe auch
Liebknecht, Wilhelm
Machtübergabe
SOPADE
Sozialistengesetz
SPD