Walcher, Jacob

Jacob Walcher (Deckname Jim Schwab)
* 7. Mai 1887
in Bethlehain (Oberschwaben)
  23. Juli 1970
in Ost-Berlin

Beruf
Deutscher Politiker

(© AdsD)
 

Überblick
1906 Eintritt in den Deutschen Metallarbeiter-Verband
1906-1918 Mitglied der SPD
1911-1915 Redakteur der „Schwäbischen Tagwacht“ (Stuttgart)
1914 Kritiker der Burgfriedenspolitik der SPD
1918 Mitglied der Spartakusgruppe und Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates in Suttgart
Dezember 1918 zusammen mit Wilhelm Pieck Leitung des Gründungsparteitags der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD)
1920 Angehöriger einer KPD-Delegation, die Lenin in Moskau besucht
1921 Mitglied des ZK der KPD, verantwortlich für Gewerkschaftsfragen
1924-1926 Mitglied der Exekutive der Roten Gewerkschafts-Internationale
1928 Ausschluss aus der KPD
1929 Mitbegründer der Kommunistischen Partei-Opposition (KPD-O)
1929-1931 Vorstandsmitglied der KPD-O und Mitherausgeber der KPD-O-Zeitschrift „Gegen den Strom“
1931 Ausschluss aus der KPD-O, weil er ihren Anschluss an die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD) unterstützt; Eintritt in die SAPD
Frühjahr 1933 Exil in Frankreich; Aufbau einer SAPD-Auslandszentrale in Paris, um von dort aus den Widerstand der in Deutschland verbliebenen Parteimitglieder zu koordinieren; Entsendung von Willy Brandt zur Widerstandsarbeit nach Norwegen
1940 Emigration über Spanien und Portugal in die USA; Mitarbeiter des „Council for a democratic germany“, Erarbeitung von Vorschlägen für die Gewerkschaftsarbeit in Deutschland nach der Befreiung
1946 Rückkehr nach Deutschland (Sowjetische Besatzungszone)
1946-1949 Chefredakteur der Gewerkschaftszeitung „Tribüne“
1947-1951 Mitglied der SED; Bruch mit Willy Brandt, weil dieser sich zur SPD bekennt
1951 Ausschluss aus der SED wegen öffentlicher Kritik an Missständen in der DDR; zeitweise arbeitslos
1956 Rehabilitierung, Wiederaufnahme in die SED

Siehe auch
Burgfrieden
KPD
KPD-O
Lenin, Wladimir I.
Pieck, Wilhelm
SAP
SBZ
SED
Zentralkomitee (ZK)