Warschauer Ghetto

 
 
 

Nach der Besetzung Polens richteten die Deutschen Mitte 1940 im Stadtzentrum von Warschau ein jüdisches Ghetto ein, in dem Zeitweise bis zu 500.000 Juden zusammengepfercht waren. Sie wurden von hier aus weiter in die Vernichtungslager deportiert, um dort ermordet zu werden, oder starben bereits im Ghetto an Hunger oder Seuchen.
Als die letzten 60.000 Juden aus dem Ghetto deportiert werden sollten, begann am 19. April 1943 ein mehrere Wochen dauernder Aufstand. Obwohl die Aufständischen von Anfang an der deutschen Übermacht haushoch unterlegen waren, leisteten sie erbitterten Widerstand und legten damit Zeugnis ab für ihren Selbstbehauptungswillen. Der Aufstand wurde bis zum 16. Mai 1943 von der SS blutig niedergeschlagen: Das gesamte Ghetto wurde niedergebrannt, die noch verbliebenen Juden entweder an Ort und Stelle erschossen oder aber in die Vernichtungslager deportiert.
An die Opfer des Warschauer Ghettos errichtet ein 1948 errichtetes Mahnmal, das von dem polnischen Bildhauer Nathan Rapoport geschaffen wurde.

Siehe auch
Mahnmal für die Opfer des Warschauer Ghettos
Rapoport, Nathan
SS