Wienand, Karl

Karl Wienand
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* 15. Dezember 1926
in Lindenpütz

Beruf
Deutscher Politiker (SPD)

 

Überblick
1943-1945 Teilnahme am Zweiten Weltkrieg als Soldat; Kriegsverletzung
Seit 1947 Mitglied der SPD
1948-1953 Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaft in Bonn
1952 Bürgermeister der Gemeinde Rosbach/Siegen
1953-1974 Mitglied des Deutschen Bundestages
1967-1974 Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion
1973 Einsetzung eines Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestages (Steiner-Wienand-Affäre): Prüfung, ob Wienand dem CDU-Bundestagsabgeordneten Julius Steiner beim Konstruktiven Mißtrauensvotum gegen Bundeskanzler Willy Brandt 50.000 Mark dafür gezahlt hat, sich der Stimme zu enthalten; 1997 enthüllt der ehemalige DDR-Geheimdienstchef Markus Wolf, er sei es gewesen, der Steiner mit 50.000 DM bestochen habe und nicht Wienand
1985 Mitglied des SPD-Parteirats
1996 Verurteilung durch das Oberlandesgericht Düsseldorf wegen Spionage für die DDR zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren und einer Geldstrafe in Höhe von einer Million DM; das Urteil wird 1997 rechtskräftig
1999 Begnadigung durch Bundespräsident Roman Herzog
2002 Austritt aus der SPD, um einem Parteiausschlussverfahren zuvorzukommen

Siehe auch
Konstruktives Misstrauensvotum
Steiner, Julius
Steiner-Wienand-Affäre
Wolf, Markus