... wird am 12. August 1953 in Semipalatinsk gezündet
Das nukleare Wettrüsten zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion wird als größte Gefahr und Herausforderung der internationalen Sicherheit angesehen. Die USA sind als erste Atommacht aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangen. Bereits im November 1952 testeten sie im Pazifik die erste Wasserstoffbombe, die noch viel stärker als eine herkömmliche „Fissionsbombe“ ist. Die Sowjetunion, Atommacht seit 1949, kann am 12. August 1953 mit der Zündung ihrer ersten Wasserstoffbombe auf dem Testgelände Semipalatinsk in Kasachstan den Vorsprung ihres größten Rivalen ausgleichen. Diese „H-Bombe“ ist mit einer Sprengkraft vergleichbar 400 Kilotonnen TNT 26mal stärker als die amerikanische Atombombe, die am 6. August 1945 Hiroshima in Schutt und Asche legte. Der erfolgreiche sowjetische Test bildet den Auftakt zu einer Versuchsserie, die 1961 im Test der größten Wasserstoffbombe aller Zeiten – der so genannten Zar-Bombe mit einer Sprengkraft vergleichbar rd. 60 Megatonnen TNT – gipfeln wird.